BW München

Am Morgen des Donnerstags, dem 28. Juni, trafen sich Maxi und Anne gemeinsam mit allen zehn Sportlerinnen und Sportlern, die sich für den BW qualifiziert hatten, am Bahnhof - Paul war im PKW mit anderen Trainern bereits vorgefahren.  Die Fahrt nach Hamburg legten die zwölf noch alleine zurück, dort hingegen trafen sie dann auf alle weiteren Sportler und Betreuer aus Schleswig-Holstein. Zwei ICE-Waggons wurden in Beschlag genommen und es folgten fünf muntere Stunden in bester Gesellschaft. In München angekommen war der Schreck dann groß, denn waren wir noch bei schönstem Sommerwetter losgefahren, standen wir hier plötzlich im Regen. Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch, wir düsten mit S-Bahn und Auto in die Unterkunft, eine große Sporthalle, die wir uns mit zwei weiteren Bundesländern teilten.

Nach einer kurzen Nacht starteten die ersten Shuttle-Busse am Freitagmorgen um 5 Uhr, um noch genügend Zeit zum Frühstücken zu haben. Für alle Athleten stand die 3000m-Regatta auf dem Plan, zuerst waren unsere Mädels dran. Wir Trainer erkannten bereits bald vom Ufer aus, dass die Damen heute irgendwie nicht so in den Tritt kamen wie wir es von ihnen gewohnt waren, sodass sie zwar erschöpft, aber nicht ganz zufrieden aus dem Boot stiegen. Unsere Jungs, die in dieser Zusammensetzung noch auf keiner Regatta gefahren waren, gingen das Rennen zügig an und wehrten sich nach Kräften gegen alle nach ihnen gestarteten Booten.

Die große Siegerehrung am Abend wurde mit den klassischen Gesängen eines jeden Bundeslandes eingeläutet, und bald standen die Platzierungen fest: Platz 20 für beide Boote, bei einem Feld aus 22 (Mädchen) und 24 (Jungen) Mannschaften.

Müde ging es abends ins Bett, bevor am nächsten Morgen der Zusatzwettbewerb anstand. In Riegen aus je 10 Sportlern aus dem eigenen Bundeslang galt es, sich in Schnelligkeits- Athletik- und Geschicklichkeitsübungen gegen fünf andere Riegen durchzusetzen. Am Abend durften Cajus, Fiete und Johanna mit ihren Riegen bei der großen Siegerehrung nach vorne und erhielten ihre Medaillen.

Am Sonntag und damit dem letzten Tag stand schließlich die große Bundesregatta über 1000 Meter an. Gut gestartet, mussten die Jungen auf Streckenhälfte die führenden Boote ziehen lassen und sicherten sich den fünften von sechs Plätzen. Der Start des Mädchenvierers war krankheitsbedingt bis zum heutigen Tag nicht abgesichert, aber die Damen bissen sich durch. So blieb zum Ende auch für sie ein fünfter Platz, aber der große Erfolg, diese Regatta noch bis zum Ende als Mannschaft bestreiten zu können.

Und wer gedacht hat, vor Erschöpfung wäre es auf der Zugfahrt etwas ruhiger gewesen – keineswegs! Es schien immer noch reichlich Kraft übrig zu sein, um auf ausführlichen Blödsinn anzustellen.

Wir Trainer hatten wie jedes Jahr eine anstrengende Zeit, in der uns sicher das ein oder andere graue Haar gewachsen ist, aber eben auch unglaublich viel Spaß. Neben den zehn BW-Startern waren natürlich auch noch Anni und Felix auf den anderen Regatten dabei, sodass wir mit insgesamt zwölf Kindern auf eine tolle Gruppe schauen können, in der sich alle gut verstehen und man sich gegenseitig hilft – beim Training, auf der Regatta und auch abseits vom Verein.  Nach sechs Wochen Pause in den Sommerferien freuen wir uns schon jetzt auf die Herbstregatten und bedanken uns für die Unterstützung.  

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